Hand aufs Herz: Wie oft hast du das neue Jahr mit verschiedenen guten Vorsätzen begonnen, aber schon nach wenigen Wochen das Handtuch geschmissen?

Du hast dich hochmotiviert beim Fitnessstudio angemeldet, aber bereits nach ein paar Monaten ist der Eifer verpufft. Oder du hast eine Diät begonnen und dann frustriert wieder abgebrochen.

Ich kenne das Problem genauso gut wie du. Eines schonmal vorweg: Es liegt nicht daran, dass du irgendwie „fehlerhaft“ oder zu schwach bist! Das Geheimnis zum nachhaltigen Erfolg liegt darin, die richtigen Strategien anzuwenden.

Warum die meisten guten Vorsätze scheitern

Die Praxis zeigt eindeutig: Gute Vorsätze funktionieren nur in den seltensten Fällen. Das Berliner Fintech-Unternehmen VEXCASH hat dazu eine interessante Infografik veröffentlicht. Demnach scheitert ein Viertel der gesteckten Ziele bereits innerhalb der ersten 30 Tage!

Aber woran liegt das?

Die Antwort ist einfach: Menschen sind Gewohnheitstiere (was vor allem daran liegt, wie unser Gehirn funktioniert). Und um Gewohnheiten zu ändern, braucht es vor allem eins: Zeit und die richtigen Methoden.

7 praktische Tipps, mit denen du dein Leben nachhaltig verändern kannst

Mit folgenden Strategien und Tipps kannst dich endgültig aus der “Vorsatz-Falle” befreien und anfangen, dein Leben langsam aber nachhaltig zu verändern.

1. Kenne dein „Warum“

Viel zu oft vergessen wir die wichtigste Frage überhaupt: Warum?

Warum möchtest du ein bestimmtes Ziel erreichen?

Sei ehrlich mit dir selbst. Ist es wirklich DEIN Ziel oder haben es dir vielleicht nur andere Menschen in deinem Umfeld eingeredet? Was motiviert dich wirklich, etwas zu tun?

Je bewusster du dich für etwas entscheidest und je besser du dein persönliches „Warum“ kennst, desto leichter wird es dir auch fallen, ein Projekt bis zum Ende durchzuziehen.

Vielleicht möchtest du bis zu einem bestimmten Zeitpunkt deine Ausdauer und Fitness verbessern, weil du so einen lang gehegten Traum von einer herausfordernden Wandertour im Himalaya verwirklichen kannst. Oder vielleicht möchtest du 5 kg abnehmen, um bei deiner Hochzeit in dein Traumkleid zu passen.

Manchmal ist das “Warum” auch mit einer großen Vision verknüpft. Vielleicht möchtest du ein bestimmtes Umsatzziel erreichen, weil du so vielen Menschen helfen kannst. Ganz gleich was es ist, schreib es auf! Es können auch mehrere Gründe sein.

Wenn du dein „Warum“ kennst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du langfristig Erfolg hast!

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2. Formuliere Ziele mit der SMART-Formel

Einer der häufigsten Gründe, warum Ziele nicht umgesetzt werden, ist, dass sie falsch formuliert sind.

Ich gebe dir ein Beispiel. Nehmen wir an, dass du im neuen Jahr abnehmen möchtest (so wie etwa 30% der Bevölkerung nach Silvester…). Du schreibst eine Liste mit Vorsätzen und notierst den Satz: Ich möchte im Jahr 2019 abnehmen und fitter werden.

Das klingt wie ein toller Plan, ist aber ziemlich ungenau.

Wie viel möchtest du abnehmen? Und was ist überhaupt „fitter“? Bis wann möchtest du dein Ziel erreichen? Wie kannst du messen, dass du dein Ziel erreichst hast?

Diese und viele andere Fragen bleiben bei dem schwammig formulierten Vorsatz unbeantwortet. Und genau da liegt der Haken. Je ungenauer das Ziel formuliert ist, desto ungenauer (und schlechter) wird auch das Ergebnis!

Die Lösung?

Formuliere deine Ziele mit Hilfe der SMART-Formel. Das ist ein Akronym für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert.

SPEZIFISCH

Ziele sollten klar und präzise formuliert sein. Was genau möchtest du erreichen? Beschreibe dein Ziel so exakt wie möglich!

MESSBAR

Nur wenn ein Ziel messbar ist, kannst du wissen, ob du es erreicht hast. Nutze deshalb konkrete Zahlen: Ich möchte bis zum Tag X 5 kg abnehmen/ täglich mindestens 3 km laufen/ das Umsatzziel von 10 000 Euro knacken. Die Zahlen geben wichtige Orientierung und zeigen dir immer ganz genau, ob du auf dem richtigen Weg bist.

AKZEPTIERT/ANGEMESSEN/ATTRAKTIV

Das Ziel sollte so formuliert sein, dass es für dich akzeptabel und attraktiv ist. Formuliere deine Ziele am besten so, dass sie dich begeistern. Das führt zu mehr Motivation und erhöht die Chancen auf Erfolg!

REALISTISCH

Du willst in einem Monat eine Million Euro verdienen oder in wenigen Wochen 20 kg abnehmen? Unrealistische und zu hoch gesteckte Ziele sind einer der Hauptgründe, warum Menschen ihre Vorhaben frustriert aufgeben. Ziele (und kleine Zwischenziele) sollten so formuliert sein, dass sie innerhalb des vorgegebenen Zeitraums erreichbar sind.

TERMINIERT

Ziele sollten immer terminiert sein. Dadurch wird dein Ziel nicht nur viel konkreter, sondern ermöglicht es dir auch, deine Fortschritte zu messen. Die zeitliche Frist erzeugt außerdem einen gewissen Druck, wirklich ins Handeln zu kommen.

Außerdem ist es wichtig, dass du deine Ziele immer positiv formulierst. Vermeide negative Wörter (nicht mehr, keine, nur etc.) und nutze hingegen positive Ausdrücke, die dich motivieren.

Am Ende könnte dein Ziel zum Beispiel so aussehen:

In 3 Monaten (bis zum 31.März) nehme ich insgesamt 5 kg ab und reduziere meinen Bauchumfang um mindestens 5 cm. Ich gehe täglich mindestens 30 Minuten spazieren und trainiere dienstags und freitags eine Stunde im Fitnessstudio.

3. Schreibe deine Ziele auf

Es gibt interessante wissenschaftliche Studien, die belegen, dass die Verschriftlichung von Zielen die Chancen auf Erfolg um ein Vielfaches steigern.

Nutze am besten ein Notizbuch oder einen Planer, um deine Ziele aufzuschreiben. Sie werden dadurch besser in dein Unterbewusstsein verankert und entwickeln eine stärkere Zugkraft - sie werden praktisch ein kleines bisschen realer! Außerdem kannst du immer wieder auf deine Notizen zurückgreifen, sie anpassen oder erweitern.

4. Such dir einen Accountability Buddy oder eine Community

Gemeinsam sind wir stärker – das gilt für viele verschiedene Lebensbereiche. Ein sogenannter “Accountability Partner” ist jemand, gegenüber dem du rechenschaftspflichtig bist. Das kann zum Beispiel eine gute Freundin sein, ein Kollege oder auch dein Fitnesstrainer. Wichtig ist, dass du mit der Person regelmäßig in Kontakt stehst und über deine Fortschritte berichtest.

Die Wirkung? Der „Druck“ etwas umzusetzen und dein Ziel zu erreichen wird viel größer, wenn du rechenschaftspflichtig bist und weißt, dass dich jemand „kontrolliert“ bzw. regelmäßig nach deinen Fortschritten fragt (natürlich ist alles freiwillig und basiert auf einer gemeinsamen Abmachung!)

Alternativ lohnt es sich, Teil einer Community oder regionalen Gruppe zu werden, die dich bestärken und anfeuern kann. In Facebook gibt es mittlerweile viele kostenlose Gruppen, bei denen Unterstützung durch die Gemeinschaft erhalten kann, sei es beim Aufbau eines Business, bei deiner Finanzplanung oder auch beim Erreichen deiner Fitnessziele. Kostenpflichtige Programme haben außerdem den Vorteil, dass du Zugang zu hilfreichen Ressourcen hast und oft auch Unterstützung durch einen erfahrenen Coach/Trainer bekommst.

5. Starte mit einem „perfekten Tag“

Du möchtest im neuen Jahr abnehmen oder dich gesünder ernähren? Wie wäre es, wenn du mit einem einzigen „perfekten“ Tag starten würdest? Klingt machbar, oder?

Das Konzept Schlank an einem Tag stammt von dem Ernährungscoach, Speaker und Autor Patric Heizmann.

Sein Argument: Wenn du es schaffst, an einem Tag in der Woche, den idealen Lebensstil zu simulieren, wirst du mit der Zeit ganz automatisch anfangen, die neuen Gewohnheiten auch in den Rest der Woche zu integrieren – nicht weil du musst, sondern weil du den Unterschied am eigenen Leib spürst!

Warum wir diese Herangehensweise von Heizmann so gut finden? Weil es viel viel einfacher ist, EINEN Tag zu ändern, als auf einen Schlag das ganze Leben umzukrempeln.

6. Nutze die 5 Sekunden Regel

Die US-amerikanische Motivationsrednerin und Autorin Mel Robbins empfiehlt eine einfache aber zugleich höchst effektive Methode, um den inneren Schweinehund zu überwinden und endlich ins Handeln zu kommen.

Eine wichtige Erkenntnis, die sie in ihren Vorträgen teilt, lautet nämlich: Auf viele Dinge, die gut für uns sind oder die wir tun müssten, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, haben wir einfach keine Lust!

Wir tun die meisten Dinge nur, wenn wir dafür bezahlt oder dazu gedrängt werden (sprich müssen!) oder wenn uns eine starke emotionale Verbindung zu einer Handlung motiviert. Mel Robbins vergleicht dieses Verhalten mit dem von Kindern. Hattest du als Kind etwa Lust, Hausaufgaben zu machen oder dein Zimmer aufzuräumen? Wohl eher nicht!

Würden wir immer das machen, worauf wir keine Lust haben, so Robbins, könnten wir so ziemlich alles im Leben erreichen – theoretisch. Wir tun es aber nicht. Unser Gehirn ist in vieler Hinsicht wie ein kleines Kind, das immer wieder einen Schubser braucht, um in Aktion zu kommen. Und das gilt für so ziemlich alle Bereiche unseres Lebens, sei es im Beruf, im Geschäftsleben, zu Hause oder auch beim Versuch, mehr Sport zu treiben.

Robbins hat eine einfache Lösung parat, die sie in ihrem gleichnamigen Bestseller erklärt: Die 5 Sekunden Regel. Sie sagt, die beste Möglichkeit, unsere Trägheit zu durchbrechen, ist innerhalb von fünf Sekunden zu handeln. Fünf Sekunden, keinen Moment länger!!!

Konkret heißt das: Dein Wecker klingelt am Morgen? Zähl sofort laut oder im Kopf von 5 runter: 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - und steh auf! Du musst bei Regenwetter mit dem Hund spazieren gehen? 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - zieh die Schuhe an und lauf los! Du hast dich zum Training verabredet, aber du findest den Gedanken von Netflix plötzlich viel anregender? 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - Tasche packen und ab zum Training!

Der Sinn des Ganzen? Du handelst noch BEVOR dein Gehirn eine Million Ausreden finden kann, die dich vom Handeln abhalten.

Täglich angewendet kann diese einfache aber effektive Technik dein Leben verändern. Worauf wartest du also noch?

7. Feier deine Erfolge

Nichts ist motivierender als kleine Fortschritte zu machen. Deshalb: Schreibe deine Erfolge auf und feier sie!

Viel zu oft fokussieren wir uns nur auf die Dinge, die nicht funktioniert haben und fühlen uns dann wie absolute Verlierer. Wir denken an die Party, bei der wir gefühlt das halbe Buffet verputzt haben oder das Training, das wir verschlafen haben. Schnell befinden wir uns in einer Spirale von Zweifeln, Schuld und Selbstmitleid.

Erfolg kommt aber nicht über Nacht. Jede Nachhaltige Veränderung ist eher wie ein Marathon, der vor allem Ausdauer verlangt.

Deshalb: Notiere deine Erfolge und vergeude keine unnötige Zeit darauf, über Fehler zu jammern. Der nächstbeste Moment etwas zu ändern und es nochmal zu probieren ist JETZT!

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Fazit: Echte und nachhaltige Veränderung braucht Zeit

Die wichtigste Erkenntnis, die ich dir auf den Weg geben möchte ist, dass echte Veränderung immer etwas Zeit braucht. Nur durch Wiederholung können wir unser Gehirn langfristig umprogrammieren und neue Gewohnheiten etablieren. Aus diesem Grund lohnt es sich, mit kleinen Schritten anzufangen und minimale Veränderungen vorzunehmen, die ganz leicht zu schaffen sind. Starte mit einem perfekten Tag pro Woche oder 15 Minuten Sport pro Tag. Zusammen mit einer klaren Vision und den oben genannten Tipps, bist du deinem Ziel schon ein ganzes Stückchen näher!

 


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