Heute möchten wir euch ein ganz besonderes Projekt in Bolivien vorstellen: das Kardiozentrum in La Paz. Unsere Mitarbeiterin Miriam „Mila“ Milz hat das Zentrum vor Ort besucht und betroffene Familien und Kinder im Kardiozentrum persönlich kennengelernt. Außerdem hatte sie die Möglichkeit, Dr. Alexandra Heath-Freudenthal, die Leiterin des Herzzentrums, zu interviewen.



Worum geht es beim Herzprojekt?

Aufgrund der Höhenlage kommen in Bolivien jährlich rund 3000 Kinder mit einem Herzfehler zur Welt. Außerdem erkranken zahlreiche Kinder und Jugendliche in der Region an erworbenen Herzfehlern, die von Armutskrankheiten verursacht werden.

Da die Kosten für Diagnose, Behandlung und Nachsorge von keiner staatlichen Krankenkasse übernommen werden, bleiben viele ärmere Familien und Kinder auf sich allein gestellt. Wenn ein chirurgischer oder Eingriff oder eine Katheterbehandlung erforderlich ist, können sie sich die oft sehr teure Behandlung nicht leisten.

Hinzu kommt aber noch ein weiteres Problem: Aberglaube und Misstrauen gegenüber westlicher Medizin führen auch dazu, dass Kinder gar nicht erst untersucht werden oder die Familien eine medizinische Behandlung ablehnen.



Die Geschichte der kleinen Milena

Die Geschichte der kleinen Milena

In der 360° Geo Reportage „Bolivien - Der Kampf um die kleinen Herzen“ haben wir zum ersten Mal die Story von der kleinen Milena gesehen und waren sehr berührt.

Umso mehr hat es uns gefreut, dass unsere Mitarbeiterin Mila die Möglichkeit hatte, Milena und ihre Mutter persönlich kennenzulernen.

Milena und ihre Zwillingsschwester Vilma kamen scheinbar völlig gesund zur Welt. Dass Milena einen Herzfehler hatte, wurde bei der Geburt nicht festgestellt. Sie war zwar kleiner als ihre Schwester, aber äußerlich normal entwickelt. Das kleine Mädchen litt jedoch häufig an Erkältungen und schwitzte stark. Außerdem weinte sie viel und spuckte beim Füttern die Milch aus. Milenas Mutter erzählt uns auch, dass dem kleinen Mädchen immer wieder Medikamente verabreicht wurden, die aber nicht halfen.

Als Milenas Eltern für die Arbeit nach Argentinien zogen, wurde Milena immer öfter krank. Bei einem Besuch im örtlichen Krankenhaus wurde der Herzfehler dann entdeckt, und es war schnell klar, dass eine OP notwendig war, um das kleine Mädchen zu retten.

Zurück in La Paz sagten die Ärzte, dass Milena am offenen Herzen operiert werden müsse. Am Tag der geplanten Herz-OP kam es dann zu einem dramatischen Vorfall: Milena fiel im Krankenhaus vom Bett. Die OP musste abgesagt werden und die schockierte Mutter deutete das Unglück als einen Wink des Schicksals. Vielleicht sollte die OP einfach nicht sein? Dieser Meinung war auch Milenas Oma. Sie war fest davon überzeugt, dass die Behandlung bei einer örtlichen Naturheilerin die bessere Option war.

Einige Zeit später hörte Milenas Mutter vom Kardiozentrum in La Paz. Dort untersuchte Dr. Alexandra Heath-Freudenthal das Kind erneut und stellte schnell fest, dass die Operation tatsächlich die einzige Lösung war, um Milena zu heilen. Die Ärztin konnte Milenas Mutter jedoch beruhigen: eine OP am offenen Herzen war nicht notwendig, sondern es reichte lediglich eine weniger gefährliche Intervention.

Schon bald darauf wurde die Operation erfolgreich durchgeführt. Die OP-Kosten von 7000 Dollar wurden komplett vom Herzverein gesponsert. Milena lag nach dem Eingriff nur eine Nacht im Krankenhaus und war bereits am nächsten Tag entlassen, sehr zur Überraschung ihrer Oma, die zuvor sehr skeptisch gewesen war.

Jetzt sieht man keinen Unterschied mehr zwischen den Zwillingsschwestern Milena und Vilma. Im Vergleich zu ihrer Schwester war Milena vorher kleiner, dünner, nicht so aufgeweckt und kränklich. Jetzt, nur zwei Jahre später, ist alles normal.



Die Geschichte des kleinen Dante

Die Geschichte des kleinen Dante

Ein weiterer kleiner Patient, den Mila persönlich kennenlernen konnte, ist der kleine Dante. Er hatte die Herz-OP, als er gerade mal drei Wochen alt war.

Seine Geschichte ist typisch für die Region: Dantes Mutter war bei seiner Geburt 17 Jahre alt. Mit dem Kindsvater war sie bis zum 7. Monat zusammen, dann zog der Mann wegen eines Jobs weg. Die Mutter war auf sich allein gestellt und gezwungen während der ganzen Schwangerschaft zu arbeiten. In dieser schweren Zeit wurde sie nur von ihren Eltern unterstützt.

Dante kam zwei Wochen später auf die Welt als geplant. Während der Schwangerschaft wurden keine Krankheiten oder Auffälligkeiten festgestellt, doch schon bald nach der Geburt hatte das Baby Probleme beim Atmen.

Eines Tages bekam der kleine Junge keine Luft mehr. Im Krankenhaus folgte dann die niederschmetternde Diagnose: Dante hatte einen Herzfehler und musste schnell operiert werden.

Auch diesmal kam die Rettung durch das Kardiozentrum in La Paz. Dr. Alexandra Heath-Freudenthal untersuchte den kleinen Dante und sorgte dafür, dass er sofort operiert wurde. In Dantes Fall war es eine OP am offenen Herzen, die über den Rücken durchgeführt werden musste.

Trotz erfolgreicher Operation braucht Dante jetzt einen neuen Eingriff, da er eine Narbe am Herzen hat. Für diese neue OP wird zurzeit noch nach Finanzierung gesucht. Aufgrund der Narbe am Herzen werden seine Beine nicht ausreichend mit Blut versorgt, der Kopf hingegen bekommt zu viel.

Dantes Mutter, mittlerweile 22, hat jetzt noch ein weiteres sechs Monate altes Kind mit einem neuen Mann. Beide Elternteile haben keine Arbeit, weshalb die finanzielle Situation sehr schlecht ist. Die Kosten für die neue OP liegen bei 5000 Dollar - das Vielfache vom Einkommen der Familie ( Anm. das Durchschnittseinkommen in der Gegend liegt bei rund 300 Euro im Monat)

Wie viele andere von Armut betroffene Familien, versucht das Paar mit kleinen Jobs über die Runden zu kommen. Jetzt bedrucken sie T-Shirts, vorher haben sie sich mal mit Putzjobs, Kellnern oder auch mit Kochen über Wasser gehalten. Trotzdem reicht das Geld einfach nicht.

Dantes Mutter hatte eigentlich eine Ausbildung zur Physiotherapeutin begonnen, aber jetzt hat sie die Schule schon seit einem Jahr nicht mehr besucht. Wie wir erfahren, ist auch das sehr typisch. Im Fall einer Schwangerschaft oder bei finanziellen Engpässe brechen viele junge Bolivianerinnen die Ausbildung ab, wobei gerade diese so wichtig für ihre Zukunft ist.



Mangelndes Vertrauen und Aberglauben erschweren die Arbeit des Kardiozentrums

Mangelndes Vertrauen und Aberglauben erschweren die Arbeit des Kardiozentrums

Während ihres Besuches im Kardiozentrum hatte unsere Kollegin Mila auch die Gelegenheit für ein Gespräch mit der Sozialarbeiterin der Einrichtung.

Sie berichtete über die Herausforderungen, mit denen das Team Tag für Tag bei seiner Arbeit zu kämpfen hat und gab Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Neben der Armut sei vor allem Unwissenheit ein großes Problem. Viele Eltern würden die Diagnose und die Dringlichkeit der Behandlung gar nicht verstehen. Oft seien die Menschen misstrauisch gegenüber moderner Medizin und vertrauten lieber auf traditionelle Heilverfahren.

In solchen Fällen muss das Team von Dr. Heath-Freudenthal zunächst Vertrauen aufbauen und den Eltern mit viel Fingerspitzengefühl erklären, warum der Herzfehler behandelt werden muss und wie der Eingriff funktioniert.

Außerdem werde vor jeder OP immer auch die Bedürftigkeit geprüft, um Missbrauch von Spendengeldern zu vermeiden.



Unterstütze den Herzverein zusammen mit AAVALABS: 10% des Gewinns werden gespendet

Unterstütze den Herzverein zusammen mit AAVALABS: 10% des Gewinns werden gespendet

Das Kardiozentrum in La Paz, Bolivien ist ein modern ausgerüstetes Zentrum für Diagnose, Elternberatung, Nachsorge und minimalinvasive Herzkatheterisierungen. Das Team um Dr. Alexandra Heath-Freudenthal kümmert sich nicht nur um die Behandlung der Kinder, sondern leistet auch wichtige Aufklärungsarbeit in der Region, um sicherzustellen, dass den betroffenen Kindern bestmöglich geholfen werden kann. Finanziert wird das Projekt durch Spenden.

Die Arbeit des Herzzentrums in La Paz hat uns sehr beeindruckt. Nach unserem persönlichen Besuch vor Ort war schnell klar, dass wir den Verein und die wertvolle Arbeit von Dr. Alexandra Heath-Freudenthal und ihrem Team unterstützen möchten. Und du kannst uns dabei helfen!

Von jeder verkauften Dose in unserem Onlineshop werden im kommenden Monat 10% des Gewinns an den Herzverein e.V. gespendet. Mit dem gesammelten Geld wird herzkranken Kindern wie Milena und Dante eine lebensrettende Behandlung oder Operation ermöglicht. Mit dem jetzt eingenommenen Geld hoffen wir, dass die zweite OP von Dante finanziert werden kann.



 

Wenn du deine Lieblingsvitamine bestellst, zählt jede Dose!

Klicke hier und hilf uns, die bevorstehende OP von Dante zusammen zu finanzieren!
Hinweis:
Wenn du dieses Projekt unterstützt, schenken wir dir unser brandneuen Vitamin-K2-Tropfen und Vitamin-D3-Tropfen KOSTENLOS dazu!
Bestelle Produkte im Wert von über € 79: Erhalte unsere brandneuen Vitamin K2 Tropfen KOSTENLOS dazu!
Bestelle Produkte im Wert von über € 139: Erhalte unsere brandneuen Vitamin K2 Tropfen + Vitamin D3 Tropfen im Doppelpack KOSTENLOS dazu!

Für alle Bestellungen über € 55 ist die Express-Lieferung KOSTENLOS!

Weitere Infos zu den Hintergründen des Projektes findest du hier:

Möchtest du gerne mehr spenden?
Alle benötigten Informationen dazu findest du auf der Website vom Herzverein e.V.:
Herzverein
Ebenfalls sehr sehenswert:
Ted Talk von Franz Freudenthal, Kardiologe und Erfinder der gehäkelten Herzimplantate, die bei den Herz Ops zum Einsatz kommen (Englisch):
Ted Talk

NEWSLETTER ANMELDUNG